Unter freiem Himmel

Wenn der Sommer vor der Tür steht, zieht es uns ins Freie: Milde Temperaturen, frische Luft und eine Umgebung zum Wohlfühlen lassen uns unser Leben nach draußen verlegen. Zum Beispiel in den eigenen Garten – Outdoor Living ist das Stichwort, das sich vom Wohnzimmer bis hin zur Küche unter freiem Himmel erstreckt.

Outdoor_Kitchen

Der Trend setzt sich fort: Der Garten gehört immer mehr zum Wohngefühl. War das in südlicheren Ländern traditionell schon immer so, galt das in unseren Breitengraden früher eher als exotisch. Das Angebot an Outdoor-Lounge- und -Küchenmöbeln für Terrasse und Garten zeigt aber, das auch wir immer mehr gewillt sind, die Grenzen zwischen Drinnen und Draußen verschwimmen zu lassen.

Warum den Garten also nicht mit den entsprechenden Möbeln noch wohnlicher machen? Das kann schon bei der bequemen Gartenliege losgehen und muss auch bei Loungemöbeln nicht aufhören. Im Gegenteil: Ganze Wohnzimmerlandschaften für die Terrasse sind längst keine Seltenheit mehr – das Material Polyrattan macht’s möglich.… zum Artikel

Gut Rosenberg

InnenansichtDer Prophet im eigenen Land – Sie wissen bestimmt sofort, was ich meine. Dies gilt wohl auch für die AKADEMIE FÜR HANDWERKSDESIGN DER HANDWERKSKAMMER AACHEN – GUT ROSENBERG im beschaulichen Stadtteil Horbach. Während die Akademie in den beiden Landesteilen mit der traditionell höchsten Handwerkerdichte, Süddeutschland und Norddeutschland, in den entsprechenden Kreisen sehr bekannt und angesehen ist, ist Ihr Bekanntheitsgrad in der Heimat in Relation gesehen eher gering. Dies nachhaltig zu verändern hat sich die derzeitige Leiterin Frau Dr. Petronella Prottung auf die Fahne geschrieben.

Innenhof

Direkt an der Hauptstraße in Horbach gelegen, aber durch eine fensterlose Außenmauer zu ihr abgeschottet, wird die Akademie auch diesbezüglich leicht übersehen. Über einen großen Torbogen in einem Seitenflügel gelangt man in den umschlossenen Innenbereich des beeindruckenden Vierkanthofes mit einer großen Rasenfläche in der Mitte. Erstmals bereits im Jahr 1274 in einer Kaufurkunde mit dem Karlssiegel erwähnt, war es lange Zeit vom Kölner Erzbischof als Lehen dem Jülicher Adelshaus Heyden zur Nutzung gewährt.… zum Artikel

AUFSTIEG ODER ABSTIEG Treppen im Wandel der Zeit

Stufenbrunnen Chand Baori (Indien)

Kein Bauteil kann ein Haus mit mehr als einer Ebene eindrucksvoller in Szene setzen als eine Treppe. Ist beim Möbelbau der Entwurf eines Stuhles die Königsdisziplin, so kann die Planung und Ausführung einer Treppe zum Ritterschlag für den Architekten werden. Nicht umsonst assoziieren wir bei manchen berühmten Treppenanlagen auch direkt den Namen ihres Architekten oder Baumeisters.

Stadtbibliothek Stuttgart
Sehr früh schon bekamen Stufentreppen als Überwindung eines Höhenunterschiedes neben ihrem praktischen Sinn auch kulturelle Bedeutung. Zunächst waren einfach nur Kerben in Baumstämme gehauen oder ausgetretene Pfade an Hängen entsprechend mit Hand zu bequemen Stufen nachmodelliert worden. Statt sich beidseitig festhalten zu müssen, konnten unsere Urahnen ihre nun freien Hände zum Transportieren von Dingen benutzen – hoch wie auch hinunter. Aber bereits um 10.000 vor unserer Zeitrechnung war in der Osttürkei die bisher älteste bekannte Treppenanlage bei Göbekli-Tepe errichtet worden, die nicht nur einfach für den Auf- oder Abstieg von Menschen gebaut worden war, sondern zugleich auch einen repräsentativen und somit kulturellen Zweck erfüllt hatte.… zum Artikel

Menschenpflichten

Menschenpflichten

Menschenrechte! Menschenpflichten? Oh wohl, auch diese gibt es. Und ohne das Zusammenwirken dieser Beiden ist eine funktionierende Gesellschaft nicht möglich. Wer Rechte einfordert, muss auch Pflichten eingehen, sonst gerät das menschliche Miteinander aus den Fugen. Diesen eigentlich selbstverständlichen Sachverhalt noch einmal im besten Wortsinn plakativ der Öffentlichkeit vor Augen zu führen, ist das Ziel des Projektes MENSCH!, das zur Zeit in aller (Aachener) Munde ist.

Am 1. September 1997 stellte das sogenannte InterActionCouncil mit dem damaligen Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, eine „Erklärung zu den Menschenpflichten“ der Weltöffentlichkeit vor. Angelehnt an die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“, auch UN-Menschenrechtscharta genannt, die am 10. Dezember 1948 in Paris von der Generalversammlung der Vereinten Nationen genehmigt und verkündet wurde, soll mit der Erklärung zu den Menschenpflichten an jeden Einzelnen appelliert werden, respektvoll und menschlich miteinander umzugehen. In 18 Artikeln werden verantwortungsbewusstes Handeln und verantwortungsvoller Umgang mit Mensch, Tier und Natur thematisiert. Gleich der erste Artikel bringt es auf den Punkt: „Jede Person, gleich welchen Geschlechts, welcher ethnischen Herkunft, welchen sozialen Status’, welcher politischen Überzeugung, welcher Sprache, welchen Alters, welcher Nationalität oder Religion hat die Pflicht, alle Menschen menschlich zu behandeln.“ In Zeiten, in denen ganz aktuell einige politische Strömungen in Europa Menschen kategorisieren und ausgrenzen wollen, haben sich die Initiatoren des Projektes MENSCH!… zum Artikel

…UNTERWEGS…
In Memoriam
Manfred Schieber

Warte nicht auf Morgen – das hätten auch wir beherzigen sollen, wollten wir doch schon lange in unserer erst zwei Jahre währenden Existenz über den Broichweidener Künstler Manfred Schieber berichten. Nun müssen wir leider den ersten Jahrestag seines Todes im Mai zum Anlass nehmen, endlich diese Reportage zu veröffentlichen, denn berichtenswert ist sein Oevre allemal.

Nach Roland Mertens und Eric Peters stellen wir mit dem verstorbenen Manfred Schieber einen dritten Künstler aus der Region vor, der die Klaviatur der alten Meister meisterhaft beherrschte, aber ebenfalls diese Art der Malerei für sich ganz eigen-artig interpretierte und zu einem gänzlich neuen, unverwechselbaren Stil transformierte. Ohne irgendeinen Vergleich ziehen zu wollen, malt(e) doch jeder dieser drei Maler -bezogen auf das Genre Stillleben- scheinbar willkürlich angeordnete Gegenstände, so wie man sie vermeintlich schon in allen Museen mit derlei Gemälden zu Gesicht bekommen hat. Und dennoch reizen sie uns zum genaueren Hinsehen, weil irgendetwas anders scheint, ungewohnt, ungewöhnlich, scheinbar nicht dahin ge­hörend.… zum Artikel