AUFSTIEG ODER ABSTIEG Treppen im Wandel der Zeit

Stufenbrunnen Chand Baori (Indien)

Kein Bauteil kann ein Haus mit mehr als einer Ebene eindrucksvoller in Szene setzen als eine Treppe. Ist beim Möbelbau der Entwurf eines Stuhles die Königsdisziplin, so kann die Planung und Ausführung einer Treppe zum Ritterschlag für den Architekten werden. Nicht umsonst assoziieren wir bei manchen berühmten Treppenanlagen auch direkt den Namen ihres Architekten oder Baumeisters.

Stadtbibliothek Stuttgart
Sehr früh schon bekamen Stufentreppen als Überwindung eines Höhenunterschiedes neben ihrem praktischen Sinn auch kulturelle Bedeutung. Zunächst waren einfach nur Kerben in Baumstämme gehauen oder ausgetretene Pfade an Hängen entsprechend mit Hand zu bequemen Stufen nachmodelliert worden. Statt sich beidseitig festhalten zu müssen, konnten unsere Urahnen ihre nun freien Hände zum Transportieren von Dingen benutzen – hoch wie auch hinunter. Aber bereits um 10.000 vor unserer Zeitrechnung war in der Osttürkei die bisher älteste bekannte Treppenanlage bei Göbekli-Tepe errichtet worden, die nicht nur einfach für den Auf- oder Abstieg von Menschen gebaut worden war, sondern zugleich auch einen repräsentativen und somit kulturellen Zweck erfüllt hatte.… zum Artikel

Menschenpflichten

Menschenpflichten

Menschenrechte! Menschenpflichten? Oh wohl, auch diese gibt es. Und ohne das Zusammenwirken dieser Beiden ist eine funktionierende Gesellschaft nicht möglich. Wer Rechte einfordert, muss auch Pflichten eingehen, sonst gerät das menschliche Miteinander aus den Fugen. Diesen eigentlich selbstverständlichen Sachverhalt noch einmal im besten Wortsinn plakativ der Öffentlichkeit vor Augen zu führen, ist das Ziel des Projektes MENSCH!, das zur Zeit in aller (Aachener) Munde ist.

Am 1. September 1997 stellte das sogenannte InterActionCouncil mit dem damaligen Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, eine „Erklärung zu den Menschenpflichten“ der Weltöffentlichkeit vor. Angelehnt an die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“, auch UN-Menschenrechtscharta genannt, die am 10. Dezember 1948 in Paris von der Generalversammlung der Vereinten Nationen genehmigt und verkündet wurde, soll mit der Erklärung zu den Menschenpflichten an jeden Einzelnen appelliert werden, respektvoll und menschlich miteinander umzugehen. In 18 Artikeln werden verantwortungsbewusstes Handeln und verantwortungsvoller Umgang mit Mensch, Tier und Natur thematisiert. Gleich der erste Artikel bringt es auf den Punkt: „Jede Person, gleich welchen Geschlechts, welcher ethnischen Herkunft, welchen sozialen Status’, welcher politischen Überzeugung, welcher Sprache, welchen Alters, welcher Nationalität oder Religion hat die Pflicht, alle Menschen menschlich zu behandeln.“ In Zeiten, in denen ganz aktuell einige politische Strömungen in Europa Menschen kategorisieren und ausgrenzen wollen, haben sich die Initiatoren des Projektes MENSCH!… zum Artikel

…UNTERWEGS…
In Memoriam
Manfred Schieber

Warte nicht auf Morgen – das hätten auch wir beherzigen sollen, wollten wir doch schon lange in unserer erst zwei Jahre währenden Existenz über den Broichweidener Künstler Manfred Schieber berichten. Nun müssen wir leider den ersten Jahrestag seines Todes im Mai zum Anlass nehmen, endlich diese Reportage zu veröffentlichen, denn berichtenswert ist sein Oevre allemal.

Nach Roland Mertens und Eric Peters stellen wir mit dem verstorbenen Manfred Schieber einen dritten Künstler aus der Region vor, der die Klaviatur der alten Meister meisterhaft beherrschte, aber ebenfalls diese Art der Malerei für sich ganz eigen-artig interpretierte und zu einem gänzlich neuen, unverwechselbaren Stil transformierte. Ohne irgendeinen Vergleich ziehen zu wollen, malt(e) doch jeder dieser drei Maler -bezogen auf das Genre Stillleben- scheinbar willkürlich angeordnete Gegenstände, so wie man sie vermeintlich schon in allen Museen mit derlei Gemälden zu Gesicht bekommen hat. Und dennoch reizen sie uns zum genaueren Hinsehen, weil irgendetwas anders scheint, ungewohnt, ungewöhnlich, scheinbar nicht dahin ge­hörend.… zum Artikel

Frühjahrsputz im Garten

Schubkarre im Garten

Frühjahrsputz im Garten

Der Winterschlaf ist vorbei: Der Garten kann für den Frühling fit gemacht werden. Damit Sie das Frühlingserwachen auch in Ihrem Garten genießen können, gibt es einige Dinge zu tun. Aufstehen, der Frühling ist da!

Noch sind viele Böden gefroren oder zu kalt, um schon mit dem Pflanzen zu beginnen. Doch im Verlaufe des März wird der Boden trocken und wärmer. Somit lassen sich im März die Grundlagen schaffen für die volle Pracht, die Ihren Garten im Sommer und bis in den Herbst hinein zu Ihrer persönlichen Wohlfühloase werden lässt.

Der 1. März bezeichnet den meteorologischen Frühlingsanfang, ab dann heißt es also: Frühjahrsputz im Garten.

Schubkarre in einem GartenWas ist also zu tun? Nach dem Winter sollte zunächst aufgeräumt werden, und dabei geht es nicht nur ums Auge. Laub und Äste müssen vor allem vom Rasen entfernt werden, schließlich braucht der nach dem Frost viel Licht und die damit kommende Wärme. Er sollte nun gemäht und vertikutiert werden.… zum Artikel

VOR-HER-NACH
Harmonisch & Spannungsvoll

Dentallabor – das klingt nach Medizin, technischer Umgebung und steriler Atmosphäre. Das es auch anders geht, zeigt uns ein Vertreter dieser Branche in Eilendorf. In einem herrschaftlichen Haus wurden die Räumlichkeiten fachmännisch restauriert, technisch auf den aktuellsten Stand gebracht und gleichzeitig harmonisch und spannungsvoll mit der neuen Nutzung in Einklang gebracht. Dass dabei nicht nur medizinisch-steriles Weiß vorherrschen muss, zeigen die Bilder unserer Visite.

Treppenhaus mit Terrazzofußboden und mit stuckrahmen verzierten Wandflächen

Unübersehbar sticht die in einem satten Rot gehaltene Fassade des Gründerzeitbaus in der Eilendorfer Severinstraße schon von weitem ins Auge. Einige goldene Stuckakzente und das silbergraue Sockelgeschoss veredeln das Gesamtbild des fünfachsigen Hauses. Bis 2013 noch im ehemaligen Ladenlokal des Erdgeschosses untergebracht, packten die beiden Dentallabor-Partner Thomas Delheid und Andreas Frommhold die Gelegenheit beim Schopfe, das gesamte Haus zu kaufen und somit die nutzbare Fläche erheblich zu vergrößern. Nun betritt man die Geschäftsräume durch den ehemaligen Hauseingang und ist erst einmal überrascht, dass keinerlei erwartete Sterilität sichtbar ist.… zum Artikel