Umzug in das alte Talbot Direktions Gebäude

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Umzug in das alte Talbot Direktions Gebäude

 Zwischen Arbeiterspeisesaal und Pförtnerhaus

Zum Start unserer neuen Rubrik „Aachener Villen umgenutzt“ wollten wir an dieser Stelle eigentlich über die Villa „Haus Linde“ in Laurensberg schreiben, in der seit einigen Jahren die Rechtsanwaltskanzlei Daniel Hagelskamp & Kollegen beheimatet ist. Bei einem Vorgespräch eröffnete Herr Thomas Hagelskamp uns jedoch, dass im Juli dieses Jahres ein Umzug in das alte Direktionsgebäude der Firma Talbot auf der Jülicher Straße anstünde. Da uns im Innern der neuen Adresse nicht minder prächtige Räume erwarten würden, fiel uns die Entscheidung leicht, nunmehr die Serie zwar nicht mit einer Villa im klassischen Sinne, aber dennoch einem hochherrschaftlichen Gebäude aus der Aachener Baugeschichte, genauer gesagt der ebenso beeindruckenden Aachener Industrie-Architektur zu beginnen.

Treppe-TitelIm Jahre 1838 gründete Johann Hugo Jacob Talbot zusammen mit dem Brüsseler Kutschenfabrikanten Pierre Pauwls die Personen- und Güterwagenfabrik Talbot am Adalbertsteinweg hinter dem Adalbertstor auf dem heutigen Kaiserplatz. Bereits 1845 verlegte man die Produktion in die Nähe des damaligen Nordbahnhofs, nach J.H.J. Talbots Tod 1850 jedoch wurde sie vorübergehend stillgelegt. Schon 5 Jahre später gründeten seine drei Söhne Carl Gustav, Julius Josef und Eduard Talbot die Firma neu und zogen weiter zur Jülicher Straße gegenüber dem Dampfkesselwerk von Jacques Piedboef, dem Schwiegervater von Carl Gustav. Ab dem Jahr 1866 firmierte sie dann endgültig bis 1995 unter dem Namen Waggonfabrik Talbot. Durch Carl Gustavs Sohn Georg Talbots bahnbrechende Erfindung des „Selbstentladers“ beiderseits der Schienen mit Reichspatent und weltweitem Vertrieb 1891 war ein großer Neubau von Produktionshallen auf dem heutigen weiträumigen Gelände notwendig, in denen dann ab 1894 produziert wurde. Diese Hallen, entworfen vom RWTH-Professor und späterem Rektor Otto Hintze, standen dicht nebeneinander und waren mit damalig modernster Technik ausgestattet.

BueroGeorg Talbot, der Enkel des Firmengründers und ebenfalls mit einer Frau aus der Familie Piedboef verheiratet, war sehr eng mit der Aachener Wirtschaft und Gesellschaft verbunden: Er war Präsident der Aachener Industrie- und Handelskammer, Dr.h.c. der RWTH, Gründer eines Männerchores und eines Firmen-Hausorchesters, Mitglied der Aachener Erholungsgesellschaft, des Casino-Clubs und des ALRV, ebenso Verwalter der mütterlichen „Stiftung für kranke und erholungsbedürftige Kinder minderbemittelter Stände aus Aachen“, welche unter anderm verantwortlich war für die Kindererholungsstätte „Maria im Tann“.

Neben seinem Sohn Richard, dem er 1896 die Firma übergab, hatte er noch einen Sohn Herbert und eine Tochter Georgette, welche den Prestel-Verlag-Chef Paul Capellmann heiratete. Deren Sohn Kurt wurde später Nachfolger seines Onkels Richard und Vater der erfolgreichen Dressurreiterinnen Gina und Nadine Capellmann.

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Im Jahr 1914 erwarb die Familie Talbot auch ein altes Gut an der Eupener Straße, welches bis 1925 vom Architekten Fritz Bräuning im englischen Stil mit mehreren Stallungen umgebaut wurde und heute als „Grenzhof“ bekannt ist. Das Verwaltungsgebäude, in dem die Kanzlei heute ihr neues Domizil hat, wurde zusammen mit einem Pförtnerhaus und dem Arbeiterspeisesaal in den Jahren 1921-23 vom Regierungsbaumeister Otto Musall auf dem Gelände zwischen den Produktionshallen und der Jülicher Straße gebaut. Zugleich entstand auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine Werkssiedlung für Talbot-Arbeiter. Der Zugang zum Verwaltungsgebäude erfolgte über eine großzügige Vorfahrtschleife um eine Raseninsel mit Buxhecke herum. Der einfach gehaltene Backsteinbau zeigt Bogenfensterlaibungen mit Schlussstein à la Couven aus Belgischem Blaustein, mittig einen breiten vorspringenden Bauteil mit Naturstein-Mittelachse, barockem Eingangsportal Eingangund imposanter Freitreppe. Ursprünglich besaß der Bau ein Schiefer-Mansarddach mit hohem Mittelgiebel für Beamtenwohnungen. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg jedoch erhielt der Wiederaufbau lediglich ein einfaches geschlossenes Satteldach mit fremd wirkendem Treppengiebel über dem Mitteltrakt. Der T-förmige Grundriss des ursprünglichen Baus beinhaltete im Erdgeschoss einen großen Festsaal mit Orchesterbalkon und darüber ein neues Großraum-Zeichenbüro im Gebäudeflügel hinter der Mittelachse. Im Quertrakt zur zur Jülicher Straße hin befanden sich im Hochparterre Büroräume sowie im ersten Obergeschoss die drei großzügigen Direktorenräumlichkeiten.

Im Gegensatz zu den für damalige Standards ultramodernen Produktionshallen ist das 30 Jahre später gebaute Verwaltungsgebäude wieder ganz der Aachener Baugeschichte und Tradition gewidmet, während die nur vier Jahre hiernach errichtete Tannhäuser-Produktionshalle wieder kompromisslos modern und geradezu avantgardistisch gehalten ist. Der bereits erwähnte eingeschossige Arbeiterspeisesaal neben dem neuen Bürogebäude diente dazu, dass die Arbeiter dort zur Mittagszeit das von Ihren Angehörigen mitgebrachte Essen annehmen und bei Bedarf auch mit diesen zu sich nehmen konnten. Er ist ebenfalls sehr historisch in Backstein ausgeführt mit Schiefer-Mansarddach, jedoch mit großem Tor zu einem modernen Garagenhof für drei Lastwagen und drei Direktorenfahrzeuge.

Zwischen Arbeiterspeisesaal und Jülicher Straße wurde noch ein ebenfalls eingeschossiges Pförtnerhaus gebaut. Wieder aus Backstein mit Schiefer-Mansarddach, statt aufwändiger Blausteinlaibungen jedoch im gemauerten Fensterbogen lediglich mit hervorspringendem Ziegel- Schlussstein. Dieser Bau bildete nun den eigentlichen zentralen Werkseingang für die Arbeiter.

Alle drei neuen Bauwerke veranschaulichen die damalige Sichtweise von Großunternehmen, sich mit ihren Gebäuden in den Städtebau zu integrieren: Die weit von der Jülicher Straße zurückliegenden Produktionshallen wurden durch Verwaltungsbau, Pförtnerhaus und Arbeiterspeisesaal mit dem Straßenraum und somit der geschlossenen Bebauung verbunden. Gleichzeitig zogen sie aber auch eine gewollt klare Grenze zwischen dem öffentlichen und dem unternehmenseigenen Raum.

Die Auflösung der inzwischen seit 1995 zum Bombardier-Konzern gehörenden Firma im Jahre 2013 führte zu großen Protesten der Belegschaft, welche in ihrem Bemühen um Erhalt der Arbeitsplätze sehr viel Unterstützung und Sympathie seitens der Aachener Bevölkerung und auch durch ausländische Bombardier-Angehörige erfuhr. Der Arbeitskampf endete mit der Gründung der Talbot Services GmbH, die mit über einem Drittel der ehemaligen Mitarbeiter weite Teile der Produktionshallen übernahm, in denen nun unter anderem der wieder wegweisende „Streetscooter“ produziert wird. Besprechungszimmer
Beim aktuellen Umbau zur Rechtsanwaltskanzlei wurden nur behutsame Eingriffe in die Bausubstanz gemacht. Noch immer führt hinter dem barocken Eingangsportal eine Steintreppe hoch zum großzügigen Treppenhaus, das man durch eine opulent verglaste Doppeltür mit beidseitiger Uhr im Oberlicht betritt. Sofort fallen dem Betrachter die sehr breiten, aber äußerst schlank gehaltenen Steinstufen ins Auge, die nur in den Außenwänden gehalten werden und zur Mitte hin zu schweben scheinen. Das im Gegensatz zur traditionellen Gebäudehülle in typischer Formensprache der 20er Jahre
gehaltene Schmiedeeisen-Geländer findet sich auch in den Heizkörperverkleidungen wieder und wurde links und rechts des Entrées originalgetreu ergänzt. Die Aufteilung der Räume in den beiden Büroachsen wurde beibehalten, aber um zusätzliches Tageslicht einzufangen, wurde auf jedem Flur mittig ein Raum zur Jülicher Straße komplett Kuecheaufgebrochen und geöffnet. Hier entstanden jeweils Begegnungszonen mit moderner Küchenzeile, welche das strenge Raumraster auflockern.

Im Dachgeschoss wurden in einem Flügel bereits weitere Büroräume geschaffen, die aufgrund hoher Glastüren trotz des sichtbaren Gebälks hell und einladend sind.

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Am Festsaal im Längstrakt hinter der dem Treppenhaus wurde noch nichts verändert. Er soll für Veranstaltungen wie Vorträge, Betriebsfeiern und dergleichen genutzt werden. Auch das sogenannte Hufeisenzimmer, in dem die Direktoren einst diskret zu Tisch saßen, wartet noch auf neue Aufgaben. Aber da in heutiger Zeit nicht mehr hierarchisch getrennt „geluncht“ wird, bietet sich vielleicht ein kleines Kabinett mit Dokumenten und Bildern zur Firmen- und Baugeschichte von Talbot an.

Text: Rainer Güntermann

Fotos: Holger Schupp

Spiel mit dem Feuer

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Spiel mit dem Feuer – Moderne Öfen

Moderne Öfen verleihen unseren Lebensräumen eine besondere Qualität – optisch und klimatisch. Sie sehen als Einrichtungsgegenstand nicht nur gut aus, sie haben auch Stil und verbreiten eine wohlige Stimmung. Und: Sie können sogar noch viel mehr als das.

Obwohl der Sommer noch nicht aufgegeben hat, werden die Tage gerade wieder kürzer. Auf den Herbst folgt der Winter, und gerade in der dunklen Jahreszeit ist so ein Ofen ein angenehmes Stück Lebensqualität – den Flammen zusehen, das Knistern hören und die wohlige Wärme fühlen. Außerdem macht sich so ein moderner Ofen einfach sehr gut in der Innenausstattung der heimischen vier Wände.

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Apropos moderner Ofen: Ein offener Kamin hat natürlich auch seinen althergebrachten Charme. Vom gänzlich offenen Feuer raten Experten aber heute ab – zu belastend wirkt es auf Raumluft, Gesundheit und auch die Umwelt. Ein moderner (Kamin-)Ofen ist daher mit einer Glasscheibe versehen, die die Brennkammer schließt, dabei aber den Blick auf das Flammenspiel zulässt. Die Atmosphäre stimmt also – ein Ofen kann heute aber noch viel mehr.

balance_nature-nussbaum_milieuDer Kaminofen lässt sich im Raum in der Nähe des Schornsteins aufstellen, an den er mit einem Ofenrohr angeschlossen ist. So wird er zum dekorativen Möbelstück, das den biogenen Brennstoff Holz als Dauerbrand- oder Zeitbrandofen verbrennt. Mit Holzscheiten, Holzpellets, Holzbriketts oder Hackschnitzeln lässt er sich per Hand durch die Tür befeuern. Man legt also wie am offen Kamin „Holz nach“. Seine Wärme strahlt er einerseits über seine Hülle aus Gusseisen oder Stahlblech an die Umgebung ab, andererseits durch Konvektion, also durch das Erwärmen der kalten Raumluft, die in den Ofen strömt. Die effizientesten Kaminöfen erreichen so einen Wirkungsgrad von über 80%.

Brunner_No6_mit_Model_2316Je größer die Speichermasse desto größer ist auch das Wärmespeichervermögen. Ein gutes Beispiel stellt hier der Specksteinofen dar. Anders als bei vielen anderen Kaminöfen besteht auch seine Brennkammer aus dem Material. Obwohl diese Ofenart mit dem gleichen Brennmaterial befeuert werden kann – Scheitholz oder Holzbriketts – bleibt die Wärme deutlich länger erhalten. Da der Speckstein eine hohe Dichte besitzt, ist er allerdings sehr schwer und benötigt ein besonders stabiles Fundament, das ihn trägt.

Ein Mittelding ist der Kachelofen. Ja, den gibt es noch – wenn auch nicht mehr so vollständig gekachelt wie noch bis in die 1970er Jahre hinein. Heute zeichnet er sich meist durch großflächige Keramik und puristisches Design aus, das sich perfekt in jede Einrichtung integrieren lässt. Seine Keramikoberfläche gibt die Wärme, die sich durch das Befeuern des gusseisernen Einsatzes bildet, schnell an den Raum ab. Auch hier durch Strahlung über die Keramik und durch das Ansaugen kalter Luft am Boden und der Strömung der erwärmten Luft in den Raum.

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Dem Knistern im Kaminofen lauschen, die angenehme Wärme spüren und zu Hause eine Wohlfühl-Oase erschaffen. Feuer genießt den luxuriösen Status des Gemütlichen.

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Das Heizen mit dem biogenen Brennstoff Holz erzeugt nicht nur eine wohlige, natürliche Wärme, es kann auch klimafreundlich sein – immer vorausgesetzt, das Holz stammt aus Quellen, die nachhaltig mit dem nachwachsenden Rohstoff umgehen. Denn nur dann ist das Heizen einigermaßen klimaneutral. Die Menge an Kohlendioxid, die beim Verbrennen entweicht, entspricht der, die ein Baum während seines Wachstums aus der Luft gefiltert hat. Bei seiner Zersetzung nach seinem Tod wäre diese Menge ohnehin wieder in die Luft abgegeben worden. Außerdem wird durch den nachhaltigen Holzanbau dafür gesorgt, dass auch immer neue Bäume gepflanzt werden und das Holz auch wirklich nachwächst. Ein weiterer Vorteil gegenüber Öl und Gas. Brennholz sollte möglichst aus der Region gekauft werden, da Transport und Aufbereitung die einigermaßen ausgeglichene CO2-Bilanz zunichte machen können.

Zu beachten ist aber nach wie vor, dass beim Verbrennen Schadstoffe entstehen. Holz enthält auch immer geringe Mengen Stickstoff-, Schwefel- und Chlorverbindungen. Diese verwandeln sich beim Verbrennen in Stickstoff- und Schwefeloxide sowie Salzsäure. Die Partikel können eingeatmet zu schweren Gesundheitsschäden führen. Zudem entwickelt sich Feinstaub, der im Verdacht steht, Krebs zu erregen. Bei einer unvollständigen Verbrennung können zudem das giftige Kohlenmonoxid und das klimaschädliche Methangas entstehen. Der Ofen sollte neben einer sauberen Luftfilterung daher auch eine gute durchgehende und umweltschonende Verbrennung aufweisen.

IBrunner_01ast das gewährleistet, steht dem CO2-armen Heizen mit einem modernen nicht-fossilen Ofen nichts mehr im Wege. Dann ist er sogar noch effizienter und klimafreundlicher einsetzbar: als Unterstützung der Zentralheizung. Denn so lässt sich zum Beispiel ein Pelletofen mit Wasserzufuhr ganz normal im Wohnzimmer installieren. Über eine Pumpe wird Wasser hindurchgeführt und dabei erhitzt. Anschließend landet es in einem Pufferspeicher, von wo aus es als Brauchwasser etwa zum Duschen oder als Heizwasser genutzt wird. So kann über einen Zeitraum geheizt werden, auch ohne das der Ofen in Betrieb ist. Ergänzt man das System noch um eine Solaranlage, lässt sich eine gewisse Menge an Warmwasser sogar ganzjährig erzeugen und speichern.

Während man also bei einem Glas Wein entspannt die Wärme, das Züngeln der Flammen und das lauschige Knistern im Wohnzimmer genießt, kann der moderne Ofen noch sehr viel mehr, als man mit dem ersten Eindruck wahrnimmt. Auch wenn der schon sehr gut ist.

Text: Christian Dang-anh

Fotos: Skantherm, Girafocus, Brunner

Wohnzimmer unter freiem Himmel

Wohnzimmer unter freiem Himmel

Wohnzimmer unter freiem Himmel

CasadeVries_3Ob es der Jahresurlaub auf Balkonien, die Auszeit im Liegestuhl auf der Terrasse oder das Sommerfest mit Gästen im Garten ist – alles wird erst perfekt durch die richtige Mö­blierung Ihrer Frischluft-Flächen. Dabei ist die Angebotspalette inzwischen fast so umfangreich und vielfältig wie die für GartentischIndoor-Möbel. Neue Materialien und Techniken ermöglichen bei Sitzmöbeln einen Komfort wie auf der Wohlfühl-Sofalandschaft vor dem Heimkino. Farblich kann man sich ebenfalls austoben und so dem bunten Blütenmeer noch Farbinseln hinzufügen oder aber in einem monochrom blühenden Design-Garten das entsprechende Ausrufungszeichen setzen. Wichtig ist dabei nur, dass ein Gesamtkonzept verfolgt wird. Am besten in Form einer einheitlichen Stilrichtung, Farbgebung, Materialauswahl und Einfügung in die vorhandene Struktur, ohne dabei zu eintönig oder gar langweilig zu erscheinen. Mit etwas Erfahrung und dadurch vielleicht noch sichererem Gespür lassen sich dann auch Spannung erzeugende Gegensätze oder Brüche der geplanten Einrichtungslinie verwirklichen: Die filigrane Vintage-Eisenbank als Solitär abseits der massiven Holzgarnitur, der Sonnenschirm in Signalfarbe über den dezent grauen Liegemöbeln, die luftigen Leichtmetallstühle am wuchtigen Esstisch mit eingelassenen Natursteinplatten. Sie merken: es gibt viele Möglichkeiten sich im Garten zu verwirklichen.

Um eine lange Lebensdauer der Outdoor-Einrichtung zu erreichen, sollte man grundsätzlich auch ein gewichtiges Augenmerk auf erstklassiges Material und beste Verarbeitung richten, damit während der wechselnden Jahreszeiten mit ihren Temperaturschwankungen die Frische der Farben, die Elastizität der Materialien, die Wasser- und Frostbeständigkeit, sowie die Formstabilität gewährleistet bleiben. Eine jährliche Reinigung nach dem Winter und regelmäßige Pflege der jeweiligen Materialien tragen jedoch bereits einen Gutteil dazu bei. Wer die Möglichkeit hat, den zusätzlichen Sommerwohnraum während des Winters komplett leer zu räumen und aus- beziehungsweise einzulagern, ist natürlich im Vorteil. Aber nicht jeder möchte während der kalten Jahreszeit mit einem ziemlich kahlen Garten auch noch auf eine völlig leere Terrasse oder verschnürte Plastikbündel schauen. Daher erfreuen sich UV- und gleichzeitig wetterbeständige Artikel verständlicherweise immer größerer Beliebtheit. Sind sie dann auch noch praktisch in der Handhabung, leicht beim Wechseln des Standortes und dennoch windsicher, dann ist ihre Anschaffung auf jeden Fall lohnenswert gewesen. Ein großer Terrassentisch, der im Winter entsprechend jahreszeitlich dekoriert ist, wird auch jetzt zum Hingucker, und bei Dunkelheit angemessen beleuchtet und in Szene gesetzt, lässt er auch den Gartenraum nicht außen vor.

Relaxmöbel für den Einzelnutzer oder aber in Doppelausführung gibt es inzwischen auch als schwingende Hängemodelle mit eigenem Ständer oder mit Seilvorrichtungen zum Tagträumen unter Bäumen. Die klassischen Ausführungen mit Bodenhaftung punkten mit zahlreichen Positionsvarianten und Zusatzausstattungen wie Schattenspender, Flaschenhalter, Ausziehtabletts und dergleichen mehr. Ein Räderpaar zum Beispiel sorgt für den schnellen und leichten Ortswechsel beim Sonnenbad oder Rasenmähen.

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STRANDKÖRBE  IM  GARTEN  SIND  FAST  WIE  EIN  TAG  AM  MEER / NUR  DAS RAUSCHEN  DER  WELLEN  UND  EIN  GELEGENTLICHES  MÖWENKREISCHEN FEHLEN  NOCH.

Ist man stolzer Besitzer eines größeren Gartens, so ist es ratsam, für diese Ruheliegen noch eine seperate Fläche abseits des Hauses in Nähe des Grundstücksendes zu errichten, um von hier einen wahrhaft entrückten Blick auf sein Domizil genießen zu können. Sitzlandschaften sollen Großzügigkeit ausstrahlen, aber die Größe sollte auch im Verhältnis zur Terrassenfläche und des Gartens stehen. Hierbei ist auch die Ausrichtung der einzelnen Elemente wichtig, wie zum Beispiel der Sonnenstand während der Hauptnutzungszeit, die Erreichbarkeit vom Terrassenausgang, die Anbindung an begrünte Flächen oder andere Gartenelemente. Schließlich möchte man beim Sonnenuntergang diesen auch auch beobachten können. Das Outdoor-Esszimmer ist nicht nur aufgrund der immer größer werdenden Grill-Fangemeinde der zentrale Platz im Garten. Hier darf ruhig einmal geklotzt werden. Denn auch oder gerade bei nur halber Besetzung bietet der Tisch eine grandiose Plattform für eine opulente Tafeldekoration. Bepflanzte Gefäße und Windlichter im jeweiligen Garten- Stil bilden eine dauerhafte Inszenierung und müssen nicht mit dem benutzten Geschirr jedes Mal abgeräumt werden. Beim Gartenfest mit vielen Gästen bietet der Tisch Platz für ein reichhaltiges Buffet um das man herumgehen kann, statt in einer Schlange an hintereinandergereihten Schüsseln und Platten auf einem schmalen Brett drappiert entlang zu gehen.

Wie im Innenraum möchte man natürlich auch draußen nicht auf bequemen Komfort verzichten. Sind Liegen, Bänke und Stühle nicht aufgrund einer wetterfesten Bespannung sitzfreundlich ausgestattet, bedarf es ebenso wetterfester Auflagen, welche wegen ihrer wasserabweisenden Oberfläche einen unerwartet plötzlichen Regenschauer unbeschadet überstehen können. Bei längeren Nassperioden ist es dennoch ratsam, in der Nähe (weil praktischer und flexibler) eine Lagermöglichkeit zu haben. Viele Anbieter haben daher passend zu den einzelnen Serien entsprechende Truhen oder andere Staumöbel im Programm.

Aber auch auf dem schmalen Balkon lässt sich mit einer neuen Generation von sehr praktischen, weil platzsparenden, Freiluftmöbeln eine lauschige Wohnflächenerweiterung erreichen.

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FermobDie Konzentration auf einige wenige topftaugliche Lieblingspflanzen, eine nicht über das unbedingt notwendige Muss hinaus gehende Bestückung mit Inventar, und die hier besonders wichtige Reduzierung von Farb-, Stil- und Materialvielfalt sind Garanten für eine Bereicherung von Glücksgefühlen für Körper und Geist. Bei abendlicher Nutzung der Open-Air-Oasen kommt eine akzentuierte, aber ausgewogene Beleuchtung ins Stimmungs-Spiel. Der Übergang von Sonnenschein über Dämmerung hin zur Dunkelheit sollte nahtlos sein. Dies ist nicht allein mit Kerzen in traumschönen gläsernen Behausungen zu bewerkstelligen. Gezielte Beleuchtungsinseln sorgen wie in Innenräumen auch hier für gewollte Dramatik. Bahnen von perlengleich aneinandergereihten kleinen Lichpunkten bilden die Verbindungen und dienen der sicheren Orientierung. Wasserspiele, welche in der Dunkelheit dezent von außen oder durch Eigenbeleuchtung in Szene gesetzt werden, erfüllen dadurch auch jetzt noch ihren entspannenden Zweck. So stimmungsvoll umgeben lassen Sie uns gemeinsam anstoßen auf einen langen Sommer mit vielen lauen Abenden und baumelnder Seele – Zum Wohle!

Text:

Fotos: tdx/Garpa, djd/dekoVries, Pine-Life, Cane-Line, Fermob, Weishäupl

Erholung für Sinne & Seele – Schwimm- & Gartenteiche

spielende Kinder am Pool

Erholung für Sinne & Seele – Schwimm- & Gartenteiche

Teichpflanzen

Der eigene Garten ist vor allem an warmen Sommertagen der erste Platz, der aufgesucht wird,um Erholung, Ruhe und Erfrischung zu finden. Entspannen, zu sich selbst finden, eigene Ideen verwirklichen – es gibt dafür wohl kaum einen schöneren Ort. Noch erholsamer wird ein Garten, wenn hier auch kühlendes Wasser plätschert und nicht nur mit seinem Anblick Bewohner und Besucher erfrischt. Schließlich ist der Sprung ins kühle Nass nach einem anstrengenden Tag eine Wohltat.

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Ein natürlicher Schwimmteich im eigenen Garten kann verschiedenste Funktionen erfüllen: Er trägt zur Entspannung oder Abkühlung bei, bietet vor allem Kindern reichlich Platz zum Toben und Plantschen. Um den Traum vom eigenen Wassergarten zu verwirklichen, bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten. Doch den traditionellen Brunnen, Goldfischteichen und Poolanlagen wird derzeit der Rang abgelaufen: die neue Lieblingsvariante in deutschen Gärten ist der natürliche Schwimmteich. Pflegeleicht und Umweltfreundlich kann er mit Pflanzen umzäunt und harmonisch in jeden Garten eingegliedert werden. Der große Vorteil eines natürlichen Schwimmteichs im Gegensatz zu einem herkömmlichen Pool liegt ganz klar in der biologischen Reinigung des Wassers. Während dem Poolwasser Chlor beigesetzt wird, um es sauber zu halten, übernehmen diese Aufgabe beim Schwimm- teich die Pflanzen. Es entsteht ein natürlicher Ökokreislauf, der nicht nur umweltschonend ist, sondern auch den Pflegeaufwand minimiert und so wiederum ein Plus an Komfort bietet.

BiopoolDas Wasser wird konstant durch die bepflanzte Filterzone gepumpt. Hier nehmen die Gewächse alle Schwebstoffe auf und verwerten sie – für ungetrübten Badespaß rund um die Uhr. Steht eine große Fläche zur Verfügung, empfiehlt es sich, die Pflanzen direkt an das Wasser angrenzen zu lassen. In kleineren Gärten können die Gewächse aber durchaus auch an anderer Stelle gepflanzt werden. Ein Naturteich ist somit äußert flexibel und bietet je nach Gartentyp individuell gestaltbare Lösungen.

Ein Schwimmteich stellt eine erhebliche, auch bauliche Veränderung des Gartenbildes dar und sollte daher von Anfang an gut geplant werden. Zuallererst sollte man über einige Fragen Klarheit gewinnen: Wie groß soll der Teich werden? Welche Funktionen soll er erfüllen? Welche Form soll er haben? Sind diese Fragen geklärt, kann in einem weiteren Schritt, am besten in Zusammenarbeit mit einem Landschaftsarchitekten, genau geplant und erörtert werden, inwieweit die örtlichen Gegebenheiten einen Schwimmteich überhaupt zulassen.

Weg über Teich

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Ist die Fläche groß genug? Passt der Teich zum Stil des restlichen Gartens? In welche Himmelsrichtung kann der Teich ausgerichtet werden? Auch Silja Finke, Landschaftsgärtnerin des Bundesverbandes Garten- und Landschaftsbau e.V. (BGL) rät zu einer persönlichen Beratung durch einen Profi: „Er hat die nötigen Maschinen, die Fachkenntnis und oftmals ist der Gartenbesitzer ganz erstaunt, was so alles in seinem kleinen Reich möglich ist.“

im Wasser spielendes Kind

Für große Schwimmteiche ist es ratsam einen Experten hinzuzuziehen, um sicherzustellen, dass der neue Teich nicht gleich wieder zum Sanierungsfall wird. Kleinere Teichvorhaben können mit der nötigen Ausrüstung genauso gut selbst verwirklicht werden. Ist die Form festgelegt, kann mit einem Spaten eine flach abfallende Grube ausgehoben werden. Dabei sollte auf die verschiedenen Wasserzonen geachtet werden: Sumpf-, Flachwasser- und Tiefwasserzone. Danach wird der Teich mit Vlies und Folie ausgekleidet (alternativ bietet sich auch ein fertiges Kunststoffbecken an) und mit verschieden großen Pflanzkörben bestückt. Um über viele Jahre hinweg ungetrübte Freude am eigenen Wassergarten zu haben, sollte regelmäßig die Wasserqualität geprüft werden.

CasaBaden_1Wasser-Tests werden von verschiedenen Herstellern angeboten und geben innerhalb kürzester Zeit Aufschluss über den Säurewert, Karbonhärte, Gesamthärte, Nitrat- und Nitrit-Gehalt des Wassers. Ein Genuss für die Sinne sind die verschiedenen Pflanzen, Sträucher und Blumen, die rund um den Teich gepflanzt werden können. Mit ihren Farben und Düften tragen sie maßgeblich zur Entspannung bei und lassen den Teich zum erholsamen Rückzugsort werden, an dem man neue Kraft für den Alltag tanken kann. Im Uferbereich sorgen großflächig gepflanzte Bodendecker wie das Pfennigkraut, der violett blühende Günsel oder die blau blühende Bachbunge für einen ästhetischen Übergang vom Teich zur Grünanlage.

Im Wasser spielende Kinder

Höher wachsende Uferbewohner wie beispielsweise die gelb leuchtende Sumpfdotterblume oder der rosarote Blut-Weiderich, die vorzugsweise in kleineren Gruppen gepflanzt werden, bilden einzelne Farbkleckse. Kombiniert mit außergewöhnlichen Gräsern, wie der Korkenzieher-Binse oder der Morgenstern- Segge entsteht letztendlich ein rundum harmonischer Anblick. Was in keinem Teich fehlen darf, ist die Seerose. Der Star unter den Teichpflanzen ist in den Farben weiß, orange, gelb und allen Farbnuancen von rosa bis dunkelrot erhältlich. Je nach Art benötigt sie eine bestimmte Teichtiefe, um ihre Schönheit optimal entfalten zu können. Vom Teichnebler über Wasserspeier und Beleuchtungskonzepte – mit den passenden Accessoires kann jeder Teich effektvoll in Szene gesetzt werden. So fügt er sich nicht nur harmonisch in das Gesamtbild des Gartens ein, sondern wird gleichzeitig zu einem echten Blickfang. Mit einem Teichnebler lässt sich – wie der Name schon verrät – ein Nebelfilm über den Teich legen. Je nach Wunsch kann dabei die Dichte des Nebels variiert werden. Kombiniert mit einem Wasserspiel oder Unterwasserbeleuchtung, wird Ihr Teich so zum Highlight jeder Gartenparty.

Für eine Unterwasserbeleuchtung eignen sich LED-Spots in verschiedenen Größen und Farben. Es kann sogar ein wechselndes Farbspiel eingestellt werden: von grün über blau und rot hin zu weißem Licht. Für stimmungsvolles Ambiente am Rande des Schwimmteiches sorgt ebenfalls das richtige Licht.

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Hier ist die Auswahl besonders groß: von solarbetrieb- enen Leuchten in den unterschiedlichsten Formen und Größen bis hin zu LED-Spots, die in Steinen versteckt sind, gibt es für jeden Geschmack das Richtige. Wasserspeier sorgen dagegen auch tagsüber für tolle Effekte: Das leichte Geplätscher wirkt entspannend und als Frosch, Fisch oder sonstige Skulptur getarnt, ist der Wasserspeier zusätzlich ein stilvolles Dekoelement.

„Wasser ist ein lebendiges Element, es zieht Leben an, Tiere wie Pflanzen. Es verändert sich auch im Laufe der Jahreszeiten, und ich denke, darin liegt die Faszination, die von Wasser im Garten ausgeht“, meint Landschaftsgärtnerin Silja Finke abschließend. Ganz egal also, ob natürlicher Schwimmteich, Brunnen, Pool oder Bachlauf – Wasser bereichert in jeder Form das Aussehen und Ambiente eines Gartens.

Bevor aus dem Gedanken an eine eigene Wasseroase aber Realität werden kann, steht die komplizierte Entscheidung zwischen einem Schwimmteich mit mehr oder weniger naturtrübem Inhalt oder einem konventionellen Pool mit chemiegeklärtem Wasser an. An dieser Stelle setzt das Konzept blueBase von Minnova BNS an, denn es kombiniert die positiven Eigenschaften beider Ausführungen zu einem Naturbad für den eigenen Garten mit ausschließlich biologisch geklärtem Wasser.

Basis des biologisch aufbereiteten, klaren und gesunden Wassers ist ein patentiertes Naturfiltersystem. Der Langzeitfilter wird je nach Anlagentyp als bepflanzter oder unbepflanzter Bodenfilter ausgebildet. Der Biofilter kann sowohl im Schwimmbad integriert sein, als auch in einem getrennten Becken – im besonderen Fall sogar unterirdisch – liegen. Seine biologischen Funktionen bezüglich Nährstoffbindung und -abbau entfalten sich im Zusammenspiel mineralischer Filtergranulate, Mikroorganismen und gezielter Wasserumwälzung.

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Dank des innovativen Bio-Pools gehören unangenehme Begleiterscheinungen wie gerötete Augen oder spröde Haut, wie man sie als Wasserratte seit jeher vom klassischen Pool kennt, ab sofort der Vergangenheit an. Das klare natürliche Wasser besitzt eine herausragende Qualität und wirkt belebend auf Körper, Geist und Seele. So kann auch der Nachwuchs ohne Bedenken bis zum Abwinken im Wasser toben. Und mehr noch: Die biologische Wasseraufbereitung erspart dem Poolbesitzer zudem den jährlichen Wasserwechsel und die ständige Sorge um die richtige und ausreichende Zugabe von Chemikalien. (tdx)

Fotos: Rainer Klinke | pixelio.de, djd/Biotop, tdx/BGL, Raphaela C. Näger | pixelio.de,

Kurt Michel | pixelio.de, Kalff Schwimmteich- und Poolbau

aquis casa – Noch ein Magazin für Aachen? Ja bitte!

ueber_unsNoch ein Magazin für Aachen? Ja bitte! Natürlich! Her damit! Frei nach dem früheren Slogan der Stadt Aachen „Sprudelnde Vielfalt“ ist auch in der Städteregion Aachen noch Platz für eine gut gemachte Publikation. Weil sie sich Themenfeldern widmet, die noch nicht ausreichend beackert worden sind. Und genau dies ist der Ansatz von Aquis Casa. Speziell für Aachen und seine umliegenden Gemeinden. Sprich auf die Euregio zugeschnittene Berichte und Geschichten rund um Haus, Garten und alles was dazugehört – Aquis Casa eben. Kein beliebiges Heft zum Durchblättern, sondern ein Magazin mit fundierten Reportagen über Architektur im weitesten Sinne, ihre Schöpfer, Macher und Nutzer, über Kunstschaffende, Handwerker und Fachleute, über Ausstellungen und Veranstaltungen. Dies alles vier Mal im Jahr, stets aktuell, immer umfangreich und jedes Mal kostenlos.

Viel Vergnügen wünschen Ihnen Marcello Vercio & Rainer Güntermann