Umzug in das alte Talbot Direktions Gebäude
Zwischen Arbeiterspeisesaal und Pförtnerhaus
Zum Start unserer neuen Rubrik „Aachener Villen umgenutzt“ wollten wir an dieser Stelle eigentlich über die Villa „Haus Linde“ in Laurensberg schreiben, in der seit einigen Jahren die Rechtsanwaltskanzlei Daniel Hagelskamp & Kollegen beheimatet ist. Bei einem Vorgespräch eröffnete Herr Thomas Hagelskamp uns jedoch, dass im Juli dieses Jahres ein Umzug in das alte Direktionsgebäude der Firma Talbot auf der Jülicher Straße anstünde. Da uns im Innern der neuen Adresse nicht minder prächtige Räume erwarten würden, fiel uns die Entscheidung leicht, nunmehr die Serie zwar nicht mit einer Villa im klassischen Sinne, aber dennoch einem hochherrschaftlichen Gebäude aus der Aachener Baugeschichte, genauer gesagt der ebenso beeindruckenden Aachener Industrie-Architektur zu beginnen.
Im Jahre 1838 gründete Johann Hugo Jacob Talbot zusammen mit dem Brüsseler Kutschenfabrikanten Pierre Pauwls die Personen- und Güterwagenfabrik Talbot am Adalbertsteinweg hinter dem Adalbertstor auf dem heutigen Kaiserplatz. Bereits 1845 verlegte man die Produktion in die Nähe des damaligen Nordbahnhofs, nach J.H.J. Talbots Tod 1850 jedoch wurde sie vorübergehend stillgelegt. Schon 5 Jahre später gründeten seine drei Söhne Carl Gustav, Julius Josef und Eduard Talbot die Firma neu und zogen weiter zur Jülicher Straße gegenüber dem Dampfkesselwerk von Jacques Piedboef, dem Schwiegervater von Carl Gustav. Ab dem Jahr 1866 firmierte sie dann endgültig bis 1995 unter dem Namen Waggonfabrik Talbot. Durch Carl Gustavs Sohn Georg Talbots bahnbrechende Erfindung des „Selbstentladers“ beiderseits der Schienen mit Reichspatent und weltweitem Vertrieb 1891 war ein großer Neubau von Produktionshallen auf dem heutigen weiträumigen Gelände notwendig, in denen dann ab 1894 produziert wurde. Diese Hallen, entworfen vom RWTH-Professor und späterem Rektor Otto Hintze, standen dicht nebeneinander und waren mit damalig modernster Technik ausgestattet.
Georg Talbot, der Enkel des Firmengründers und ebenfalls mit einer Frau aus der Familie Piedboef verheiratet, war sehr eng mit der Aachener Wirtschaft und Gesellschaft verbunden: Er war Präsident der Aachener Industrie- und Handelskammer, Dr.h.c. der RWTH, Gründer eines Männerchores und eines Firmen-Hausorchesters, Mitglied der Aachener Erholungsgesellschaft, des Casino-Clubs und des ALRV, ebenso Verwalter der mütterlichen „Stiftung für kranke und erholungsbedürftige Kinder minderbemittelter Stände aus Aachen“, welche unter anderm verantwortlich war für die Kindererholungsstätte „Maria im Tann“.
Neben seinem Sohn Richard, dem er 1896 die Firma übergab, hatte er noch einen Sohn Herbert und eine Tochter Georgette, welche den Prestel-Verlag-Chef Paul Capellmann heiratete. Deren Sohn Kurt wurde später Nachfolger seines Onkels Richard und Vater der erfolgreichen Dressurreiterinnen Gina und Nadine Capellmann.

Im Jahr 1914 erwarb die Familie Talbot auch ein altes Gut an der Eupener Straße, welches bis 1925 vom Architekten Fritz Bräuning im englischen Stil mit mehreren Stallungen umgebaut wurde und heute als „Grenzhof“ bekannt ist. Das Verwaltungsgebäude, in dem die Kanzlei heute ihr neues Domizil hat, wurde zusammen mit einem Pförtnerhaus und dem Arbeiterspeisesaal in den Jahren 1921-23 vom Regierungsbaumeister Otto Musall auf dem Gelände zwischen den Produktionshallen und der Jülicher Straße gebaut. Zugleich entstand auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine Werkssiedlung für Talbot-Arbeiter. Der Zugang zum Verwaltungsgebäude erfolgte über eine großzügige Vorfahrtschleife um eine Raseninsel mit Buxhecke herum. Der einfach gehaltene Backsteinbau zeigt Bogenfensterlaibungen mit Schlussstein à la Couven aus Belgischem Blaustein, mittig einen breiten vorspringenden Bauteil mit Naturstein-Mittelachse, barockem Eingangsportal
und imposanter Freitreppe. Ursprünglich besaß der Bau ein Schiefer-Mansarddach mit hohem Mittelgiebel für Beamtenwohnungen. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg jedoch erhielt der Wiederaufbau lediglich ein einfaches geschlossenes Satteldach mit fremd wirkendem Treppengiebel über dem Mitteltrakt. Der T-förmige Grundriss des ursprünglichen Baus beinhaltete im Erdgeschoss einen großen Festsaal mit Orchesterbalkon und darüber ein neues Großraum-Zeichenbüro im Gebäudeflügel hinter der Mittelachse. Im Quertrakt zur zur Jülicher Straße hin befanden sich im Hochparterre Büroräume sowie im ersten Obergeschoss die drei großzügigen Direktorenräumlichkeiten.
Im Gegensatz zu den für damalige Standards ultramodernen Produktionshallen ist das 30 Jahre später gebaute Verwaltungsgebäude wieder ganz der Aachener Baugeschichte und Tradition gewidmet, während die nur vier Jahre hiernach errichtete Tannhäuser-Produktionshalle wieder kompromisslos modern und geradezu avantgardistisch gehalten ist. Der bereits erwähnte eingeschossige Arbeiterspeisesaal neben dem neuen Bürogebäude diente dazu, dass die Arbeiter dort zur Mittagszeit das von Ihren Angehörigen mitgebrachte Essen annehmen und bei Bedarf auch mit diesen zu sich nehmen konnten. Er ist ebenfalls sehr historisch in Backstein ausgeführt mit Schiefer-Mansarddach, jedoch mit großem Tor zu einem modernen Garagenhof für drei Lastwagen und drei Direktorenfahrzeuge.
Zwischen Arbeiterspeisesaal und Jülicher Straße wurde noch ein ebenfalls eingeschossiges Pförtnerhaus gebaut. Wieder aus Backstein mit Schiefer-Mansarddach, statt aufwändiger Blausteinlaibungen jedoch im gemauerten Fensterbogen lediglich mit hervorspringendem Ziegel- Schlussstein. Dieser Bau bildete nun den eigentlichen zentralen Werkseingang für die Arbeiter.
Alle drei neuen Bauwerke veranschaulichen die damalige Sichtweise von Großunternehmen, sich mit ihren Gebäuden in den Städtebau zu integrieren: Die weit von der Jülicher Straße zurückliegenden Produktionshallen wurden durch Verwaltungsbau, Pförtnerhaus und Arbeiterspeisesaal mit dem Straßenraum und somit der geschlossenen Bebauung verbunden. Gleichzeitig zogen sie aber auch eine gewollt klare Grenze zwischen dem öffentlichen und dem unternehmenseigenen Raum.
Die Auflösung der inzwischen seit 1995 zum Bombardier-Konzern gehörenden Firma im Jahre 2013 führte zu großen Protesten der Belegschaft, welche in ihrem Bemühen um Erhalt der Arbeitsplätze sehr viel Unterstützung und Sympathie seitens der Aachener Bevölkerung und auch durch ausländische Bombardier-Angehörige erfuhr. Der Arbeitskampf endete mit der Gründung der Talbot Services GmbH, die mit über einem Drittel der ehemaligen Mitarbeiter weite Teile der Produktionshallen übernahm, in denen nun unter anderem der wieder wegweisende „Streetscooter“ produziert wird. 
Beim aktuellen Umbau zur Rechtsanwaltskanzlei wurden nur behutsame Eingriffe in die Bausubstanz gemacht. Noch immer führt hinter dem barocken Eingangsportal eine Steintreppe hoch zum großzügigen Treppenhaus, das man durch eine opulent verglaste Doppeltür mit beidseitiger Uhr im Oberlicht betritt. Sofort fallen dem Betrachter die sehr breiten, aber äußerst schlank gehaltenen Steinstufen ins Auge, die nur in den Außenwänden gehalten werden und zur Mitte hin zu schweben scheinen. Das im Gegensatz zur traditionellen Gebäudehülle in typischer Formensprache der 20er Jahre
gehaltene Schmiedeeisen-Geländer findet sich auch in den Heizkörperverkleidungen wieder und wurde links und rechts des Entrées originalgetreu ergänzt. Die Aufteilung der Räume in den beiden Büroachsen wurde beibehalten, aber um zusätzliches Tageslicht einzufangen, wurde auf jedem Flur mittig ein Raum zur Jülicher Straße komplett
aufgebrochen und geöffnet. Hier entstanden jeweils Begegnungszonen mit moderner Küchenzeile, welche das strenge Raumraster auflockern.
Im Dachgeschoss wurden in einem Flügel bereits weitere Büroräume geschaffen, die aufgrund hoher Glastüren trotz des sichtbaren Gebälks hell und einladend sind.

Am Festsaal im Längstrakt hinter der dem Treppenhaus wurde noch nichts verändert. Er soll für Veranstaltungen wie Vorträge, Betriebsfeiern und dergleichen genutzt werden. Auch das sogenannte Hufeisenzimmer, in dem die Direktoren einst diskret zu Tisch saßen, wartet noch auf neue Aufgaben. Aber da in heutiger Zeit nicht mehr hierarchisch getrennt „geluncht“ wird, bietet sich vielleicht ein kleines Kabinett mit Dokumenten und Bildern zur Firmen- und Baugeschichte von Talbot an.



Der Kaminofen lässt sich im Raum in der Nähe des Schornsteins aufstellen, an den er mit einem Ofenrohr angeschlossen ist. So wird er zum dekorativen Möbelstück, das den biogenen Brennstoff Holz als Dauerbrand- oder Zeitbrandofen verbrennt. Mit Holzscheiten, Holzpellets, Holzbriketts oder Hackschnitzeln lässt er sich per Hand durch die Tür befeuern. Man legt also wie am offen Kamin „Holz nach“. Seine Wärme strahlt er einerseits über seine Hülle aus Gusseisen oder Stahlblech an die Umgebung ab, andererseits durch Konvektion, also durch das Erwärmen der kalten Raumluft, die in den Ofen strömt. Die effizientesten Kaminöfen erreichen so einen Wirkungsgrad von über 80%.
Je größer die Speichermasse desto größer ist auch das Wärmespeichervermögen. Ein gutes Beispiel stellt hier der Specksteinofen dar. Anders als bei vielen anderen Kaminöfen besteht auch seine Brennkammer aus dem Material. Obwohl diese Ofenart mit dem gleichen Brennmaterial befeuert werden kann – Scheitholz oder Holzbriketts – bleibt die Wärme deutlich länger erhalten. Da der Speckstein eine hohe Dichte besitzt, ist er allerdings sehr schwer und benötigt ein besonders stabiles Fundament, das ihn trägt.

st das gewährleistet, steht dem CO2-armen Heizen mit einem modernen nicht-fossilen Ofen nichts mehr im Wege. Dann ist er sogar noch effizienter und klimafreundlicher einsetzbar: als Unterstützung der Zentralheizung. Denn so lässt sich zum Beispiel ein Pelletofen mit Wasserzufuhr ganz normal im Wohnzimmer installieren. Über eine Pumpe wird Wasser hindurchgeführt und dabei erhitzt. Anschließend landet es in einem Pufferspeicher, von wo aus es als Brauchwasser etwa zum Duschen oder als Heizwasser genutzt wird. So kann über einen Zeitraum geheizt werden, auch ohne das der Ofen in Betrieb ist. Ergänzt man das System noch um eine Solaranlage, lässt sich eine gewisse Menge an Warmwasser sogar ganzjährig erzeugen und speichern.
Ob es der Jahresurlaub auf Balkonien, die Auszeit im Liegestuhl auf der Terrasse oder das Sommerfest mit Gästen im Garten ist – alles wird erst perfekt durch die richtige Möblierung Ihrer Frischluft-Flächen. Dabei ist die Angebotspalette inzwischen fast so umfangreich und vielfältig wie die für
Indoor-Möbel. Neue Materialien und Techniken ermöglichen bei Sitzmöbeln einen Komfort wie auf der Wohlfühl-Sofalandschaft vor dem Heimkino. Farblich kann man sich ebenfalls austoben und so dem bunten Blütenmeer noch Farbinseln hinzufügen oder aber in einem monochrom blühenden Design-Garten das entsprechende Ausrufungszeichen setzen. Wichtig ist dabei nur, dass ein Gesamtkonzept verfolgt wird. Am besten in Form einer einheitlichen Stilrichtung, Farbgebung, Materialauswahl und Einfügung in die vorhandene Struktur, ohne dabei zu eintönig oder gar langweilig zu erscheinen. Mit etwas Erfahrung und dadurch vielleicht noch sichererem Gespür lassen sich dann auch Spannung erzeugende Gegensätze oder Brüche der geplanten Einrichtungslinie verwirklichen: Die filigrane Vintage-Eisenbank als Solitär abseits der massiven Holzgarnitur, der Sonnenschirm in Signalfarbe über den dezent grauen Liegemöbeln, die luftigen Leichtmetallstühle am wuchtigen Esstisch mit eingelassenen Natursteinplatten. Sie merken: es gibt viele Möglichkeiten sich im Garten zu verwirklichen.

Die Konzentration auf einige wenige topftaugliche Lieblingspflanzen, eine nicht über das unbedingt notwendige Muss hinaus gehende Bestückung mit Inventar, und die hier besonders wichtige Reduzierung von Farb-, Stil- und Materialvielfalt sind Garanten für eine Bereicherung von Glücksgefühlen für Körper und Geist. Bei abendlicher Nutzung der Open-Air-Oasen kommt eine akzentuierte, aber ausgewogene Beleuchtung ins Stimmungs-Spiel. Der Übergang von Sonnenschein über Dämmerung hin zur Dunkelheit sollte nahtlos sein. Dies ist nicht allein mit Kerzen in traumschönen gläsernen Behausungen zu bewerkstelligen. Gezielte Beleuchtungsinseln sorgen wie in Innenräumen auch hier für gewollte Dramatik. Bahnen von perlengleich aneinandergereihten kleinen Lichpunkten bilden die Verbindungen und dienen der sicheren Orientierung. Wasserspiele, welche in der Dunkelheit dezent von außen oder durch Eigenbeleuchtung in Szene gesetzt werden, erfüllen dadurch auch jetzt noch ihren entspannenden Zweck. So stimmungsvoll umgeben lassen Sie uns gemeinsam anstoßen auf einen langen Sommer mit vielen lauen Abenden und baumelnder Seele – Zum Wohle!


Das Wasser wird konstant durch die bepflanzte Filterzone gepumpt. Hier nehmen die Gewächse alle Schwebstoffe auf und verwerten sie – für ungetrübten Badespaß rund um die Uhr. Steht eine große Fläche zur Verfügung, empfiehlt es sich, die Pflanzen direkt an das Wasser angrenzen zu lassen. In kleineren Gärten können die Gewächse aber durchaus auch an anderer Stelle gepflanzt werden. Ein Naturteich ist somit äußert flexibel und bietet je nach Gartentyp individuell gestaltbare Lösungen.


Wasser-Tests werden von verschiedenen Herstellern angeboten und geben innerhalb kürzester Zeit Aufschluss über den Säurewert, Karbonhärte, Gesamthärte, Nitrat- und Nitrit-Gehalt des Wassers. Ein Genuss für die Sinne sind die verschiedenen Pflanzen, Sträucher und Blumen, die rund um den Teich gepflanzt werden können. Mit ihren Farben und Düften tragen sie maßgeblich zur Entspannung bei und lassen den Teich zum erholsamen Rückzugsort werden, an dem man neue Kraft für den Alltag tanken kann. Im Uferbereich sorgen großflächig gepflanzte Bodendecker wie das Pfennigkraut, der violett blühende Günsel oder die blau blühende Bachbunge für einen ästhetischen Übergang vom Teich zur Grünanlage.


Noch ein Magazin für Aachen? Ja bitte! Natürlich! Her damit! Frei nach dem früheren Slogan der Stadt Aachen „Sprudelnde Vielfalt“ ist auch in der Städteregion Aachen noch Platz für eine gut gemachte Publikation. Weil sie sich Themenfeldern widmet, die noch nicht ausreichend beackert worden sind. Und genau dies ist der Ansatz von Aquis Casa. Speziell für Aachen und seine umliegenden Gemeinden. Sprich auf die Euregio zugeschnittene Berichte und Geschichten rund um Haus, Garten und alles was dazugehört – Aquis Casa eben. Kein beliebiges Heft zum Durchblättern, sondern ein Magazin mit fundierten Reportagen über Architektur im weitesten Sinne, ihre Schöpfer, Macher und Nutzer, über Kunstschaffende, Handwerker und Fachleute, über Ausstellungen und Veranstaltungen. Dies alles vier Mal im Jahr, stets aktuell, immer umfangreich und jedes Mal kostenlos.