ZEHN TIPPS für gutes Licht

Licht schafft Atmosphäre. Doch eine richtige Beleuchtung will gut geplant sein.

  • Nur relativ hohe Decken vertragen auch eine mittige Hängeleuchte, die unabhängig von der Möblierung den Raum großzügig ausleuchtet.
  • Wählen sie dimmbare Leuchten, damit sie von „Putzlicht“ auf „Wohlfühllicht“ umstellen können.
  • Zu viele eingelassene Deckenspots, die „ziellos“ nach unten leuchten, vermitteln oft den Eindruck eines Ausstellungsraumes, nicht eines Wohnzimmers.
  • Um ein nachträgliches Zuleitungschaos unter der Decke zu verhindern, hilft eine nur minimal abgehängte Decke mit Abstand zu den Wänden. Sehr wirkungsvoll: Eine farblich abgesetzte Hohlkehle zwischen Platte und Decke.
  • Mehrere gezielt auf Möbel, Bilder oder Gegenstände ausgerichtete Spots bringen positive Dramatik in die Lichtinszenierung.
  • Ein langer Esstisch sollte auch in der Länge und nicht nur in der Mitte ausgeleuchtet werden. Dabei sollte(n) die Leuchte(n) nicht zu hoch (Blendung) und nicht zu tief (Blickkontakt) hängen.
  • Wenn sie nicht zu willkürlich platziert und zu hell ausgestattet werden, sind Deckenfluter eine effektive Lösung für eine dezente Allgemeinbeleuchtung des Raumes.
  • Für alle Arbeitsbereiche gilt: Bei Rechtshändern kommt das Licht von links, bei Linkshändern von rechts.
  • Die Diele sollte bei erwartetem Besuch nicht stockdunkel sein, sondern mit gedämpftem Licht einladen, bei Begrüßung und Verabschiedung jedoch ruhig hell und freundlich.
  • Auch im Gäste-WC erleichtert eine schwache Grundbeleuchtung dem Gast die Orientierung.
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Lichterfest – Neue Leuchten zur dunklen Jahreszeit

Wenn man dem Winter mit seinen frühen Abenden etwas Positives abgewinnen kann, dann sind das auf jeden Fall das prasselnde Kaminfeuer, die Mußestunden ohne Gartenarbeit mit einem guten Buch, deftige Eintöpfe mit saisonalen Gemüsen und die stimmungsvolle Illuminierung der Räume durch entsprechende Leuchten. Seit dem verordneten Ende der Glühlampe hat sich einiges auf dem Markt getan. Wir zeigen Ihnen einige Beispiele.

Es gibt Erfindungen, die sind nicht nur bahnbrechend, sondern geradezu von evolutionärem Ausmaß: das Rad, die Dampfmaschine, das Automobil – und die Glühlampe. 1880 von Thomas Alva Edison zum Patent angemeldet durfte sie uns nicht nur mit ihrer Leuchtkraft fast 130 Jahre erwärmen. Dann wurde aus Umweltgründen 2009 beschlossen, ihre Produktion successive abzuschalten, obwohl die Energie, die im Haushalt für Beleuchtung aufgewendet wird, nur zwei Prozent beträgt. Seit letztem Jahr wird sie also in keiner Watt-Größe mehr produziert, da sie nur fünf Prozent der Energie in Licht umwandelte, aber 95 Prozent in Wärme. Es folgte die Energiesparlampe, wobei der Name relativ ist. Denn auch sie wandelt gerade einmal 25 bis maximal 30 Prozent der Energie in Licht um, benötigt aber bei der Herstellung fast 4 KWh im Gegensatz zu nicht einmal 1 KWh, welche die Produktion einer Glühlampe brauchte. Vor dem Hintergrund, dass Fieberthermometer mit Quecksilber verständlicherweise inzwischen verboten sind, weil bei Bruch dessen Freisetzung zu massiven Gesundheitsschäden führen kann, ist die Energiesparlampe mit diesem und noch mehreren weiteren Giftstoffen nicht wirklich die gesunde Alternative, für die sie immer ausgegeben wird. Durch ihr unnatürliches Farbspektrum mit viel UV-, aber wenig Infrarot-Licht nehmen wir ihre Leuchtkraft auch immer als kalt und ungemütlich auf.


Glücklicherweise hat aber auch die Forschung weiter an wirklichen Alternativen gearbeitet und die LED (lichtemittierende Diode)-Lampen auf den Markt gebracht. Mit diesen neuen Leuchtmitteln lässt sich nun 70 bis 90 Prozent Energie sparen, und die längere Lebenszeit und wesentlich erhöhte Schaltbarkeit amortisieren die erhöhten Anschaffungskosten bereits nach kurzer Zeit.… zum Artikel

alles aus zucker

Ein Gartenbericht in der Winterausgabe? Vielleicht ist es in der Euregio Anfang Dezember noch zu früh für klirrend kalte Nächte, tiefe Nebelschwaden am Morgen über feuchten Niederungen und mittags drauf strahlenden Sonnenschein auf Frostkristalle. Aber der Winter kommt ja erst noch und mit ihm überall auch das jährliche Faszinosum von über Nacht gezuckerten Gräsern und vertrockneten Blütenständen in tief stehendem Sonnenlicht.

Man muss nicht gerade physikalisch interessiert oder bewandert sein, um jedes Jahr aufs Neue die kristallinen Strukturen von gefrorener Feuchtigkeit zu bewundern. Während des Tages angetauter Schnee, der über Nacht wieder neu gefriert und erstaunliche geometrische Strukturen bildet, die noch in der Mittagssonne wie geschliffene Diamanten funkeln. Hagebutten und Beerendolden, welche von einem Konditor nicht schöner in Zucker-Szene gesetzt werden könnten. Gräser und Halme, die einzeln überzogen sind mit feinsten Eisstrukturen. Ein Garten mit Pflanzen, deren verwelkte Blätter, vertrocknete Blüten und verdorrte Fruchtstände nicht vor Beginn der Frostperiode gleichsam dem Erdboden gleichgemacht wurden, belohnen den Betrachter nun mit einem glitzernden Schauspiel. Selbst am Vortag noch trist aussehendes Restgrün ist nach einer feuchten und sehr kalten Nacht von einem versöhnlichen Zuckerguss überzogen. Hatte man bis dato eventuell noch ein schlechtes Gewissen aufgrund noch nicht erledigter Gartenarbeiten, tröstet der faszinierende Anblick zumindest eine Zeitlang darüber hinweg. Und vielleicht nimmt man diesen friedlichen Eindruck ja zum Anlass, mit einigen „Rodungsarbeiten“ bis nach dem Winter zu warten, um während dieser Zeit noch öfter in den Genuss dieses Anblicks zu kommen.

Will man nicht alles dem Zufall überlassen und das beschriebene Erlebnis näher ins Blickfeld holen, kann man auch nachhelfen, indem man schön verblühte Zweige, Wedel, Gräser und dergleichen zu einem dicken Strauß bindet, in ein Behältnis ohne Wasser auf den Terrassentisch stellt und vor einer angekündigten, stark frostigen Nacht mit Wasser bestäubt – und schon macht sich der Zuckerbäcker an seine Arbeit. Im Übrigen haben bisher kaum beachtete Sträucher, Stauden und andere Pflanzen jetzt ihren großen Auftritt.… zum Artikel

ERIK OFFERMANN

Magische Landschaften – Diese beiden Wörter begegnen dem Kunstinteressierten immer wieder, wenn er sich mit den Arbeiten von Erik Offermann beschäftigt. Wir hatten die Gelegenheit, den Aachener Maler in seinem Atelier zu besuchen und ihm einige Fragen zu stellen.

Beim Betreten des Ateliers von Erik Offermann in der Mariahilfstraße in Aachen erfasst mich zunächst ungläubiges Staunen: Eine derart aufgeräumte Künstlerwerkstatt habe ich nicht erwartet und so auch noch nicht gesehen. Wären da nicht zumindest ein paar angebrochene Farbdosen auf einer quadratischen Palette, könnte man meinen, sich in einer Galerieausstellung zu befinden. Nach Roland Mertens, Eric Peters und Manfred Schieber stellen wir einmal mehr einen heimischen Künstler vor, den man mit seiner Malerei auf den ersten Blick ebenfalls mit dem Schlagwort Fotorealismus in Verbindung bringen könnte. Aber wie seine erwähnten Zeitgenossen hat auch Erik Offermann vor dieser vermeintlichen Genrezugehörigkeit seinen ganz persönlichen, auch in diesem Fall unverwechselbaren Stil gefunden und weiterentwickelt.

Nach der Absolvierung der Aachener Fachoberschule für Gestaltung in der Liebigstraße zog es den 1956 in Aachen geborenen Künstler zunächst nach Köln, wo er von 1975 bis 1981 an der damaligen Werkkunstschule Malerei studierte und 1982 in die Meisterklasse von Professor Pravoslav Sovák aufgenommen wurde. Mit den Musikern der Kölschrockband BAP, die ebenfalls dort studierten, genoss er die Kölner Kunstszene und nahm an kleinen Gruppenausstellungen in Cafés und Kneipen teil, bis er 1982 den Preis des Kölnischen Kunstvereins gewann und im selben Jahr eine Ausstellung in der Orangerie vom Brühler Schloss Augustusburg hatte. Dennoch zog es ihn nach Aachen zurück, wo er durch Zufall die Möglichkeit bekam, in die erste Etage eines Dreifensterhauses in der Mariahilf-straße zu ziehen. Mit kleineren Ausstellungen in Galerien und den Verkäufen seiner Bilder vornehmlich an Bekannte und Verwandte schlug er sich durch, bis er mit einem Künstlerfreund auf die Idee kam, in den damals noch existierenden Karstadt-Galerien selbst entworfene Grafiken vor den Augen der Kunden auf einer dafür erworbenen Druckpresse zu produzieren.… zum Artikel

VERDUFTE

Keine Jahreszeit ist so eng mit dem Geruchssinn verbunden wie der Winter und die Weihnachtszeit. Gut – die Sehnerven werden ebenfalls bis zum Reißen gereizt durch illuminierte Vorgärten, die aussehen wie Miniableger von Disney- World, geschweige denn die Gehörgänge, die allüberall mit Glöckchengeläut zugegossen und endgültig dicht verstopft werden mit dumpfem HoHoho-Gehämmer.

Aber die Nase, sie wird jetzt nicht nur gefoltert durch die Zugabe von typischen Weihnachts-Aromaten an wirklich jede Art von Lebensmittel, sondern auch durch die vermeintlich nun notwendige Beimischung sogenannter winterlicher Düfte in Klimaanlagen, Kosmetikprodukten und Klosteinen.

Unsere Wohnungen, die sich so an unsere Ausdünstungen gewöhnt haben, werden nun aufgerüstet mit sogenannten Potpourris, die in große Schalen geschüttet schon manchen fernsehenden Chipsesser um den Rest des Filmes gebracht haben. Auf jeder freien Abstellmöglichkeit stehen nun kleine Vasen mit blatt- und blütenlosen Holzstengeln, die uns beim Vorbeigehen mit ihrer Duftwaffe weismachen wollen, „Ich war mal ein Granatapfelbaum“ oder „Ich war mal ein Zedernwald“.

Kann zwar spätestens seit der Einführung von Energiesparlampen keine Rede mehr sein von der dunklen Jahreszeit, so werden dennoch nunmehr ganze Armeen von Kerzen aufgefahren, und die Wissenschaftler sind sich noch nicht sicher, was unsere Atemorgane mehr austrocknet, die zentrierte Zimtabfackelung oder die bunte Vielfalt von allen Lebkuchengewürzen, getrockneter Ganzjahresernte von Gartenfrüchten und dem angeblich zu wachsweicher Materie mutierten Snowfall, Winterstorm oder Mystic Mist. Früher hatte man wenigstens bei der Verflüssigung einer gleichen Menge von Bienenwachskerzen keine Halsbeschwerden mehr. Gesundheitsfördernde Begleiterscheinungen gibt es aber auch heute noch, jedenfalls für Männer. Statt einen Lebkuchen zu vernaschen, geben Sie Ihrer Frau einfach nur einen leidenschaftlichen Kuss.

Der jahreszeitlich aktuelle Lippenstift wird Ihren Heißhunger stillen, und das ganz ohne Kalorien.… zum Artikel

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